Riesiges Medienecho zum Erscheinen des Buchs

05.09.2018 – Das Medieninteresse an Anselm Bilgris neuem Buch „Bei aller Liebe – wieso die katholische Kirche den Zölibat freigeben muss“ war enorm. Anselm Bilgri gab Interviews für zahlreiche überregionale, und regionale Zeitungen sowie für viele Hörfunk- und Fernsehsender. „Dieses Echo wundert mich nicht“, sagte er, „die Menschen wissen, dass es sich beim Zölibat um die große Lebenslüge der katholischen Kirche handelt. Das war nie anders, als es heute ist. Nur gefährdet er heute die Zukunftsfähigkeit der Kirche.“

Zum Pressegespräch beim Piper Verlag in München kamen über zwanzig Berichterstatter. Auf dem Podium saßen neben den beiden Autoren Anselm Bilgri und Gerd Henghuber der Berliner Psychotherapeut und Sexologe Joachim Reich, der ein spezielles Angebot für Kleriker in Zölibatskrisen entwickelt hat. Reich, der auch im Buch auftaucht, geht davon aus, dass höchstens fünf Prozent der Kleriker die verordnete Enthaltsamkeit ohne Wenn und Aber leben könnten. Das seien die zölibatär Hochbegabten, für die ein mönchischer Lebensentwurf genau das Richtige sei. Alle anderen schrammten irgendwann auf an der Kluft zwischen dem Wollen und dem Nicht-Können.

Der Jouranlist Gerd Henghuber hat als Co-Autor Interviews mit zahlreichen Klerikern sowie ihren Freundinnen und Freunden geführt. „Die oft absurden Lebensrealitäten, zu denen die Kirche Menschen zwingt, die den Zölibat befolgen müssen, aber es nicht können, sind menschenverachtend“, sagte Henghuber, der selbst engagierter Katholik und Pfarrgemeinderat ist.

Anselm Bilgri hofft, dass sich mit Papst Franziskus ein Reformfenster geöffent hat. „Franziskus will, dass nicht alles in Rom entschieden wird, sondern regionale Kirche ihre Probleme selbst lösen.“ Dazu habe er für das kommende Frühjahr die Amazonas-Synode einberufen. Dort sei das Problem des Priestermangels noch viel schärfer als in Europa. Und dort lasse sich deshalb ein Ende des Pflichtzölibats gut ausprobieren.

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