Herzensbildung – Worauf es ankommt in einer ökonomisierten Welt!

Herzensbildung, die 4M und über das „Führen mit Sogwirkung!“

„Man sieht nur mit dem Herzen gut.
Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

Bekannt ist das Zitat von Saint-Exupery aus dem Kleinen Prinzen. Mit den Augen scheint man die ZDF zu sehen, die Zahlen – Daten – Fakten. Und viele meinen, sie stellten das Wesentliche unseres Lebens dar. Der kleine Prinz ist da anderer Meinung. Das Wesentliche erkenne ich mittels der Sprache des Herzens, oder wie der Kirchenlehrer Augustinus es ausdrückt: cor ad cor loquitur – Herz spricht zum Herzen.

Es ist eigentümlich, dass wir in unserer Bild-Sprache das Herz als Sitz der Wesensmitte des Menschen ausmachen. Obwohl wir durch die moderne Wissenschaft wüssten, dass eigentlich im Gehirn der Sitz des menschlichen Bewusstseins festzumachen ist. Aber mit dem Kopf verbinden wir eben auch eine gewisse Kopflastigkeit, d.h. Berechnung, Vernunft, verbunden eher mit Gefühlskälte. Das Herz vermittelt eine Konnotation der Wärme, der Menschlichkeit, der Erfahrung und des Gefühls.

 

Emotionalität als Erfolgsfaktor für die Wirtschaft

Spätestens seit der Finanz- und Wirtschaftskrise von 2008 wissen wir, dass nicht Rationalität die Märkte leitet, sondern Emotionalität. Jeden Tag kann man es beim Studium der Börsenkurse miterleben, wie Gefühle, Ahnungen und Erfahrung unser Wirtschaftsleben beeinflussen, das doch so rational bestimmt sein will. Es sind immer wieder Entscheidungen zu treffen, die sich auf die Zukunft beziehen – und die ist per se ungewiss.

Wirtschaft wird auch oft als rationales System verstanden, sie ist aber ein gesellschaftliches Subsystem, das vor allem aus Menschen besteht oder wie die systemischen Denker sagen, aus der Kommunikation der Menschen miteinander. Und die ist abhängig von ungeheuer vielen Faktoren, die uns Menschen und unser Verhalten prägen. Daher kann nur ein Gespür für Menschliches langfristig zu gelingendem Miteinander und erfolgreichem Wirtschaften führen.

Als gemeinsames Motto der erfolgreichsten US -amerikanischen Unternehmensgründer soll sich folgender Appell herauskristallisiert haben:

You have to love people – auf Deutsch die 4 M:
Man muss Menschen mögen.

 

Mit dem Herzen Führen

Daher gehört zur Bildung nicht nur die Vermehrung des Wissens, sondern auch eine Bildung des Herzens. Benedikt von Nursia benennt das in seiner Regel, dem Führungshandbuch vom Beginn unserer europäischen Geschichte, mit der Führungstugend der „discretio“, die er seiner Führungskraft, dem Abt, ins Stammbuch schreibt. Es ist die Gabe der Unterscheidung, die er mitbringen sollte; das heißt, er muss die Menschen so annehmen wie sie sind. Er soll „der Eigenart vieler dienen.“

Das verlangt ein Höchstmaß der Annahme, der Zuwendung, kurz der Liebe. Und die erreicht man nur mit einem gebildeten Herzen. Nur dadurch gelingt es, die unterschiedlichsten Charaktere zu einer Gemeinschaft zu formen, die bereit ist, sich für das gemeinsame Ziel zu engagieren.

Führen mit Sog ist die Zauberformel statt führen mit Druck!

 

 

Lesen Sie auch die Buchvorstellung für den Bestseller von Anselm Bilgri:

Herzensbildung
Ein Plädoyer für das Kapital für uns

Herzebsbildung Buch von Anselm Bilgri

PIPER 2009; ISBN 978-3-492-05268-3;
296 Seiten

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Herzensbildung Kolumne – erfolgreiches Führen in der Wirtschaft