Anselm Bilgri zum Thema Unternehmenskultur bei der AUDI AG

Was tut ein Einzelunternehmen, wenn das Vertrauen in eine ganze Branche erschüttert ist? Anselm Bilgri schlägt in einem solchen Fall vor, die Unternehmenskultur daraufhin abzuklopfen, wo dafür Ursachen im eigenen Haus zu finden sind.

So hat sich eine Gruppe von ca. zwanzig Entscheidern der AUDI AG Anfang April für zwei Tage in das oberbayerische Kloster Scheyern zurückgezogen, um über die Neuimplementierung der Unternehmenswerte nachzudenken. Das Ambiente des traditionsreichen Benediktinerklosters regte natürlich an, sich ein wenig mit dem spirit dieses Hauses zu befassen. Die Klosterregel, die Benedikt zu Beginn des 6. Jh. geschrieben hat, gilt als das erste Organisationshandbuch des christlichen Abendlandes. Ihr Geist wird zusammengefasst mit den berühmten Worten „ora et labora – bete und arbeite“. Damit beginnt die Hochschätzung der Arbeit, die unser europäisches Wirtschaftsethos bis heute prägt. Anselm Bilgri breitete in seinem Impuls die Werte aus, die für die Führungskultur Benedikts am wichtigsten sind. Einen entscheidenden Anteil hat die Achtsamkeit im Umgang miteinander, die Benedikt mit dem Bild des aufeinander Hörens bezeichnet. Geradezu prädestiniert für den bayerischen Autokonzern, dessen Name die lateinische Übersetzung des Imperativs „Horch!“ darstellt.

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