Achtsames Führen

Neuer Vortrag: Achtsames Führen

Dr. Nikolaus Birkl und Anselm Bilgri haben einen neuen Vortrag erarbeitet zum Thema „Achtsamkeit in der Führung von Mitarbeitern“. Der Begriff „Achtsamkeit“ (engl. mindfulness) ist seit einiger Zeit insbesondere durch den Einsatz im Rahmen verschiedener Psychotherapiemethoden bekannt geworden. Ursprünglich stammt Achtsamkeit als spirituelle Haltung vor allem aus der buddhistischen Lehre und Meditationspraxis.

Allerdings ist Achtsamkeit heute auch ein wesentliches Element eines systemischen Führungsansatzes, dazu gehören folgende Eigenschaften, die sie für Führungskräfte attraktiv machen könnten: Der Dreischritt aus Beobachten, Reflektieren, Entscheiden, das Vermeiden von sofortigen Bewertungen des Beobachteten, die Fokussierung auf die Gegenwart sowie aktive Stressreduktion.

Achtsame Entscheider verabschieden sich von der Vorstellung, „richtig“ oder gar „rational“ entscheiden zu können, und akzeptieren, dass ihrer Entscheidung nur das von ihnen Beobachtete und dann Reflektierte zugrunde liegen kann. Dies führt zu einer Veränderung der in einem Unternehmen herrschenden Fehlerkultur. Es geht dann nicht um die Beantwortung der Frage „Wer ist schuld?“ sondern nur darum, nach dem achtsamen Beobachten neu eingetretener Umstände erneut zu reflektieren und neue Entscheidungen zu treffen. Bei einer solchen Sichtweise wird es wichtig, abweichende Entwicklungen möglichst früh zu erkennen: „Hinschauen, nicht wegschauen!“ und „Fail early and learn quickly!“ sind passende Leitsätze für achtsame Führungskräfte.